Du bist mein Test

Wow.
Ich habe einmal mehr bestätigt bekommen, dass das Leben, das Universum, die Moiren oder was auch immer dafür verantwortlich ist, mich testen will.
Immer, wenn ich schlecht von etwas dachte oder meine Probleme mit Dingen um mich herum hatte, mich falsch verhielt, kam irgendwann in meinem Leben der Zeitpunkt, wo ich gezwungen war, mich damit eingehend auseinanderzusetzen und meinen Blickwinkel noch einmal zu überdenken und ihn bestenfalls anders auszuleuchten.
Das ist prinzipiell gut, aber auch eine verdammte Probe - jedes mal wieder.

Diesmal bist du mein Test. Ich wusste es von Anfang an, aber nie war es mir so klar wie jetzt.
Jetzt, wo ich Parallelen erkenne. Ich ahnte es, als ich dich kennenlernte, aber ich war mir nicht sicher.
Heute sage ich mit fester Überzeugung: Du bist ein Borderliner.
Willkommen in meiner Welt und willkommen in einer Welt, in der du vor deinen Emotionen nicht flüchten kannst.
Ja, ich weiß, das ist quälend.
Quälend vor allem auch deshalb, weil wir Gefühle bis zu 9 Mal stärker empfinden, als "normale" Menschen.

Zurück zum Test.
Du bist der Grund dafür, dass ich mich bei Chris entschuldigte, weil ich ihm so oft unrecht tat mit meiner impulsiven Art.
Nachdem wir aufgelegt hatten, ging ich zu ihm und entschuldigte mich mit den Worten "Es tut mir leid, dass ich oftmals so grausam zu dir war. Jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt.".
JETZT weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn der Mensch, den man liebt, einen herabsetzt, anschnauzt und für Dinge verantwortlich macht, die entweder nicht existent oder relevant sind.
Ich bin durch dich einen Schritt weiter gekommen. Schmerzlich zwar und du hast mir oft Steine in die Schienbeine geschmettert, statt sie mir nur vor die Füße zu rollen, aber ich bin wieder einen Schritt weiter.

Ich war froh, dass du mich angerufen hast in deiner Wut, die glücklicherweise nicht mir galt; und auch wenn du mich nicht sehen wolltest - zu meinem Schutz, wie du sagtest - so habe ich dir wenigstens abermals das Gefühl geben können, dass ich da bin und hinter dir stehe.
Es fiel mir verdammt schwer, es nicht persönlich zu nehmen, wenn du mein Angebot zu dir zu kommen derart pampig ablehnst. Das Ergebnis zählt aber; ich habe es nicht persönlich genommen, weil ich ganz genau weiß, wie du dich in diesen Stunden gefühlt hast.
Ich frage mich, wann du mich so sehen kannst, wie ich bin.
Ohne Zweifel und ohne Angst.

4.9.15 20:58

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