Du, immer wieder Du

...fehlst mir, du blöder Idiot.Guck dir all die Texte an, die ich im Laufe unserer Zeit verfasst habe. All die Dinge, die ich mir deinetwegen von der Seele schreiben musste und wie du siehst, habe ich lange nicht mehr geschrieben.Lange habe ich gehofft, dass alles gut wird. Habe dir Glauben geschenkt, dass wir eines Tages ein gemeinsames Leben führen können.Erinnerst du dich noch dran, wie wir rumgesponnen haben? Du und ich auf einem Bauernhof... mit Tieren und nahezu klassischer Rollenverteilung.Ich gehe zumindest halbtags arbeiten, habe ich gesagt und du hast gelächelt.Du hast auch bei der Vorstellung gelächelt, wie ich unseren Hof in Schuss halte, die Tiere füttere und die Pferde trainiere; vllt. sogar Unterricht bei uns gebe. Erinnerst du dich? Und dann kommst du nach Hause, Frauchen hat gekocht und ist für dich da. Das war deine Vorstellung.Nie habe ich so leben wollen, aber mit dir war diese Vorstellung das Schönste und etwas, was mir Hoffnung gab.Und jetzt?Jetzt sitze ich hier und seit Tagen fehlst du mir wieder so sehr, dass ich zwar vermeide, mir deine Fotos und Videos anzuschauen, aber mich ständig dabei ertappe, wie ich nachschaue, ob du mich noch geblockt hast.Warum auch immer du mich geblockt hast... du hast es wieder aufgehoben, aber dein Foto und deinen Status entfernt. Was erhoffst du dir davon? Und warum horchst du mich mit Fakeprofilen aus? Führst du dir selbst vor Augen, dass ich dir die letzte Chance bereits verwehrte und du nun entgültig verloren hast?Ich bin aus rein rationaler Sicht froh, dass du zu feige bist, mich zu kontaktieren... ich bin derzeit sehr schwach und anfällig für alles, was von dir kommt.Ich habe den Kontakt zu dir abgebrochen, nachdem du wiedermal sagtest, du würdest zurück in deine Heimatstadt ziehen und den Job hier kündigen.Wieder einmal hast du mir das Gefühl gegeben, niemals ein Teil von dir werden zu können und mich nicht in deinem Leben teilhaben zu lassen.Vermutlich hast du keine Ahnung, warum ich mich einfach nicht mehr gemeldet habe.Ich bin gut, wenn du jemanden brauchst, den du anrufen kannst, wenn dir langweilig ist oder du dich auskotzen willst.Ich habe ALLES (!) für dich getan und wäre weitergegangen, wenn ich dir vertrauen könnte, dass sich das alles auch lohnt und nicht nur eine Einbahnstraße ist.Seit fast 2 Monaten haben wir nichts mehr voneinander gehört und zwischenzeitlich habe ich eine Verbesserung festgestellt... habe gemerkt, dass du nicht mehr der erste Gedanke nach dem Aufstehen und auch nicht der letzte Gedanke vor dem Schlafengehen bist.Ich habe mich gefreut und mir gedacht: Gott sei Dank hat das alles bald ein Ende; wusste nicht, dass ich mich irrte.Ich bin antriebslos und wünsche mir nichts sehnlicher, als deine Stimme wieder zu hören, die mir sagt, dass es dir leid tut und, dass sich alles ändern wird... du mich sehen willst, obwohl ich weiß, dass ich das alles schon einmal gehört habe und auf lange Sicht hat sich überhaupt nichts geändert.Oft habe ich die Befürchtung, dass du deine Einsamkeit mit Verliebtsein verwechselst. Du hast in dieser Stadt niemanden außer mir... und mich hast du nun auch verloren, du Idiot, obwohl du weißt, dass ich das Beste bin, was dir hätte passieren können.Niemand (!) hätte so viel Verständnis für dich gehabt und gezeigt, wie ich es getan habe und z.T. noch immer tu. Jeder hat dich bislang fallen lassen, weil du Menschen wie mich offenbar nicht wertschätzen kannst oder es nicht zeigen willst.Die Tatsache, dass wir uns privat lange nicht gesehen haben, ist besonders schmerzlich. Du sagtest, du wolltest noch ein paar Wochen für dich allein sein - und dann?Friede, Freude, Eierkuchen? Du und ich bis in alle Ewigkeit?Dieses Aufschieben.... dieses Ungewisse... du hast keine Ahnung, wie sehr ich drunter gelitten habe.Du sagst zwar, dass du mir nicht wehtun willst, aber hast auch nichts unternommen, dass es nicht dazu kommt. Mit SO WENIG hättest du mich glücklich gemacht und das weißt du.Aber dein Wohl geht über alles und ich bin nicht mehr gewillt, zu geben, ohne je etwas dafür zu erhalten, auch wenn es schmerzt.Eines habe ich in der Zeit über mich selbst gelernt: Ich habe vor dir keine Liebe gekannt. Noch nie habe ich jemanden so geliebt, wie dich. Noch nie war ich bereit, so viel von mir selbst aufzugeben und das, obwohl ich wusste, auf was ich mich da einlassen würde.Liebe ist irrational. Auch das weiß ich nun. Danke für alles... und für nichts.

27.4.16 22:39, kommentieren

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Du bist mein Test

Wow.
Ich habe einmal mehr bestätigt bekommen, dass das Leben, das Universum, die Moiren oder was auch immer dafür verantwortlich ist, mich testen will.
Immer, wenn ich schlecht von etwas dachte oder meine Probleme mit Dingen um mich herum hatte, mich falsch verhielt, kam irgendwann in meinem Leben der Zeitpunkt, wo ich gezwungen war, mich damit eingehend auseinanderzusetzen und meinen Blickwinkel noch einmal zu überdenken und ihn bestenfalls anders auszuleuchten.
Das ist prinzipiell gut, aber auch eine verdammte Probe - jedes mal wieder.

Diesmal bist du mein Test. Ich wusste es von Anfang an, aber nie war es mir so klar wie jetzt.
Jetzt, wo ich Parallelen erkenne. Ich ahnte es, als ich dich kennenlernte, aber ich war mir nicht sicher.
Heute sage ich mit fester Überzeugung: Du bist ein Borderliner.
Willkommen in meiner Welt und willkommen in einer Welt, in der du vor deinen Emotionen nicht flüchten kannst.
Ja, ich weiß, das ist quälend.
Quälend vor allem auch deshalb, weil wir Gefühle bis zu 9 Mal stärker empfinden, als "normale" Menschen.

Zurück zum Test.
Du bist der Grund dafür, dass ich mich bei Chris entschuldigte, weil ich ihm so oft unrecht tat mit meiner impulsiven Art.
Nachdem wir aufgelegt hatten, ging ich zu ihm und entschuldigte mich mit den Worten "Es tut mir leid, dass ich oftmals so grausam zu dir war. Jetzt weiß ich, wie sich das anfühlt.".
JETZT weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn der Mensch, den man liebt, einen herabsetzt, anschnauzt und für Dinge verantwortlich macht, die entweder nicht existent oder relevant sind.
Ich bin durch dich einen Schritt weiter gekommen. Schmerzlich zwar und du hast mir oft Steine in die Schienbeine geschmettert, statt sie mir nur vor die Füße zu rollen, aber ich bin wieder einen Schritt weiter.

Ich war froh, dass du mich angerufen hast in deiner Wut, die glücklicherweise nicht mir galt; und auch wenn du mich nicht sehen wolltest - zu meinem Schutz, wie du sagtest - so habe ich dir wenigstens abermals das Gefühl geben können, dass ich da bin und hinter dir stehe.
Es fiel mir verdammt schwer, es nicht persönlich zu nehmen, wenn du mein Angebot zu dir zu kommen derart pampig ablehnst. Das Ergebnis zählt aber; ich habe es nicht persönlich genommen, weil ich ganz genau weiß, wie du dich in diesen Stunden gefühlt hast.
Ich frage mich, wann du mich so sehen kannst, wie ich bin.
Ohne Zweifel und ohne Angst.

4.9.15 20:58, kommentieren